Ein Lächeln am Morgen
Es ist wunderbar, eine ca. 25jährige (leider kann ich sehr schlecht schätzen, da ich diese Alterklasse mit meinen 44 Jahren eher weniger im Blick habe) Frau (aus meiner Sicht würde ich sie vielleicht eher "Mädchen" nennen, oder ist das eine Beleidigung ;-), gut aussehend, dazu noch Mischling, also hervorragend geeignet für meine Phantasie. Phantasie muss sein, auch wenn es viele Gründe für ihr Lächeln gibt. Als Mann geht da die Libido schon ein bisschen mit mir durch.
Und so freue ich mich auf unser nächstes Wiedersehen um mich für ihr Lächeln zu bedanken. Dass ich darüber nachdenken kann und es auch in die Tat umsetzen werde, war nicht immer selbstverständlich. Ich musste sehr viel lernen und leiden, bis ich es in meinem Leben umsetzen konnte. Schließlich bin ich traditionell erzogen worden. Das heißt, meine Mutter führte zwar ein eher unkonventionelles Leben, aber die Umgebung trichtert einem die Zivilisationsmär der Monogamie und damit verbunden Beziehungstreue von Anfang an ein. Dann traf ich meine Frau. Sie machte mir gleich klar, dass sie ihre Freundschaften wegen mir nicht aufgeben würde. Im ersten Verliebtsein, sprich Hörigkeit, versuchte ich das zu Ignorieren. Mit einem gerüttet Maß an Alkohol holte ich sogar einen Freund zu uns ins Bett. Ich musste ihm eigenhändig die Hose runterziehen, damit er es auch wirklich glaubte, was wir von ihm wollten. Leider war mein Erstversuch ein Reinfall wie er im Buche steht. Ich lag neben den beiden und mir liefen die Tränen herunter, was die Atmosphäre merklich abkühlte. Ich war einfach noch nicht bereit loszulassen. Ich litt unter meinem mangelnden Selbstvertrauen. Angst, sie zu verlieren, mischte sich mit Selbstmitleid und verlorenen Besitzansprüchen.
Ein mein Leben veränderndes Erlebnis, das natürlich auch mit einer Frau zu tun hat, füllte einen großen Teil meines Selbstvertrauens auf. Heute kann ich jeden verstehen, der seinen Partner nicht teilen will. Allerdings kann ich jedem nur raten, sich selbst zu hinterfragen, wovor er Angst hat. Ich will niemanden zur Polygamie überreden, aber wenn ich eine Situation, wie oben geschildert, als Grundlage nehme. Ich kann meiner Frau das schöne Erlebnis schildern und was sagt sie? Sich drei oder viermal treffen, das ist schon ein großer Zufall, Du solltest sie mal langsam ansprechen, sonst ist die Chance vorbei.
Sie ermuntert mich, es gefällt ihr, dass ich bei den Frauen gut ankomme. Das ist eine Lebensqualität, die nicht übertroffen werden kann. Denn wenn wir ehrlich sind, dann gibt es wohl keinen Mann, der andere Frauen mit einem bestimmten Gedanken anschaut. Sicher muss ich nicht alles vögeln, was nicht bei drei auf dem Baum ist. Aber manchmal ist man in einer Situation, alles ist perfekt, die Stimmung, das Wetter, die Örtlichkeit, die Person gegenüber, die Gespräche und die Lust. Aber leider geht es nicht, weil ich treu sein möchte. Kein Problem, aber anders ist es auch schön. Und wenn ich es dann noch zu Hause erzählen kann und damit meine Frau antörne. Das nenne ich eine Steigerung der Lebensqualität. Ich gebe es zu, ich habe ein verdammtes Schwein mit meiner Frau.


