Gedanken

Montag, 21. November 2005

Auseinandersetzung

Bezug nehmend auf den Artikel von Freies Lieben, habe ich mir Gedanken gemacht über das Thema Beziehungen. Freies Lieben liebt die Auseinandersetzung mit dem Partner nur solange wie sie seine Kreise nicht stört. Einfacher ist das Leben ohne so genannten Primary auf jeden Fall.

Wozu also eine Beziehung?
Der Mensch wächst in der Auseinandersetzung mit anderen. Um die Unterschiede zweier Menschen in den Griff zu bekommen, muss ich aufeinander zugehen. Betonung liegt hier auf dem "muss": Ohne eine primäre Bezugsperson, sprich Beziehung, gibt es kein "muss".

Dieses Aufeinanderzugehen stellt aber für mich keine Beeinträchtigung dar, sondern eine Erhöhung meines Lebens. Diese Erfahrungen und Bewältigungen sind für mich auch ein Indiz für ein gelebtes Leben. Erst in der Auseinandersetzung mit der Welt (des Anderen) beginnt mein Leben. Dadurch übernehme ich die Verantwortung für mich und gewinne so eine Selbstständigkeit, die den Namen auch verdient.

Freitag, 18. November 2005

Beziehung - Bedrückung

Wenn jemand sagt: "Wir sind Swinger." Leben die beiden dann automatisch in einer offenen Beziehung? Ich würde sagen: nein. Sex mit anderen Personen neben dem Partner ist nur ein Teilaspekt. Allerdings: Um so etwas zuzulassen, muss man vorher schon sehr losgelassen haben. Also würde ich mal vermuten, dass die ein sehr großer Teilaspekt einer offenen Beziehung ist.

Es stellt sich die Frage, ob eine offene Beziehung da nicht noch weiter geht. Denn hier besteht ja sogar theoretisch die Möglichkeit, mehr als eine Beziehung aufzubauen. Hier würde ich gerne mal wissen, wo die Offenheit eigentlich anfängt und wo sie aufhört. Jeder handhabt das sicher unterschiedlich und die Definition einer offenen Beziehung fällt so vielfältig aus wie die Menschen, die sie leben. Mancher braucht mehr Nähe als der andere. Jeder definiert "Nähe" anders.

Wann wird eine Beziehung zur "Bedrückung"? Was muss passieren, dass der Bezug, das Zusammengehörigkeitsgefühl aufhört zu existieren?

Donnerstag, 10. November 2005

Swingerclubs und der Realitätsschock

Ein befreundetes im Swingerleben unbeschriebenes Blatt hat mir von seinem erwarteten Realitätsschock beim Besuch eines Swingerclubs geschrieben. Ich hatte ihm den Link meines Wunschschlosses geschickt und selbst dieses Ambiente kommentierte er wie immer treffend folgendermaßen: "Was ich allerdings glaube mitbekommen zu haben, ist, daß das ganze - und ich weiß, Du lachst jetzt - an meinem Lieblingsfeind, der Wirklichkeit scheitert oder einen faden Geschmack bekommt. Wer kommt in so ein auf den Photos romatisches Schloß: Zu viele Männer trotz Proporz, protzige Schwaben, Sachsen mit Goldkettchen, bestenfalls die Halbarmhemden, die ich Montagmorgens in der Lufthansa habe, eine eigene Art von Pest. Ein Schloß voller Prokuristen, golfspielender Gewerbetreibender, Verwaltungsangestellter und Vertreter, die sich feste eingeredet haben, boah eh doll verrucht zu sein und ausserdem Schentelmän, weil sie ausnahmsweise heute mal ihre Jogginghose zu Hause gelassen haben."

Dem kann ich nur eines hinzufügen: Stimmt wahrscheinlich, aber:
Für einen gelungenen Abend müssen unter anderem zwei wichtige Voraussetzungen stimmen. Erstens: der äußere Schein für die Atmosphäre. Zweitens: das Verhalten der Mitmenschen für den stimmigen Umgang miteinander. Punkt eins dürfte bezüglich des Schlosses keiner Diskussion bedürfen. Punkt zwei lässt sich diskutieren und mit folgendem Argument unterfüttern: Da es in Swingerclubs Regeln gibt, an die sich die Teilnehmer im Normalfall halten, würde ich sogar soweit gehen zu sagen: Das Verhalten von all den oben angesprochenen Menschentypen entspricht sicher eher dem Rahmen, als es eine Party mit allen unseren Freunden täte. Mir fallen auf Anhieb mehrere Kandidaten ein, deren alkoholgetränktes Verhalten unter aller Sau ist, trotz ihrer zwei Schlitze im Sacko.

Freitag, 4. November 2005

Kinder in einer offenen Beziehung

Wir haben eine Tochter und da wird sich auch irgendwann die Frage stellen, wie gehen wir damit um. Ich sehe allerdings kein so großes Problem darin, trotzdem wir auf dem Land wohnen.

Im Moment spreche ich im Freundeskreis offen darüber, wenn das Thema angesprochen wird. Auch Arbeitskollegen gegenüber habe ich schon erwähnt, dass wir eine offene Beziehung leben. Bisher hat das noch keine Probleme, selten Nachfragen hervorgerufen. So groß scheint das Interesse an anderen Menschen dann meist doch nicht zu sein. Oft wird es allerdings auch als Tabu-Thema behandelt. Sicher wären die Männer neugierig, aber bei den Frauen bemerke ich manchmal ein wenig Misstrauen. Da geht wahrscheinlich die Phantasie mit ihnen durch, wenn ich mit ihren Männer um die Häuser ziehe.

In unserer größtenteils konservativen Dorfgemeinschaft leben wir nach außen die "normale" Familie. Ich hätte sicher große Lust, allen ihre Bigotterie vorzuführen. Allerdings werde ich das sicher nicht auf Kosten meiner Tochter machen. Toleranz vermitteln muss ich nicht dadurch, dass ich der ganzen Welt unsere Polygamie/Polyamorie aufs Auge drücke und meiner Tochter deswegen das Leben schwer mache. Hier würde ich gerne wieder ein wenig zur Rücksichtnahme plädieren. So wichtig ist das Ausleben seiner Bedürfnisse dann auch nicht, jedenfalls dann nicht, wenn es auf Kosten von Schwächeren geht. Vorleben ja, aber alles hat seine Grenzen in der Aufnahmefähigkeit der Umgebung.

Donnerstag, 3. November 2005

Jedem Tierchen sein Plaisirchen

Wer in einer offenen Beziehung lebt, der erklärt seine Welt gerne den Anderen als die freiere, qualitativere, intensivere – kurz die bessere Art des Lebens. Die meisten werden beide Welten kennen. Bei mir war es eine längere Entwicklung. Wahrlich ein dunkles Tal aus dem ich kam - Sex-Mystifizierung und mangelndes Selbstvertrauen verdunkelten mein Leben (gestern "Luther" angeschaut :-). Erst die bedingungslose Liebe vermochte meine Defizite größtenteils aufzufüllen. Wegen dieser Verringerung meines Mühsals würde ich mein jetziges Leben im Lichte der eigenen Bedürfnisse auch als das bessere ansehen. Allerdings erst mal nur hinsichtlich meines eigenen Weges als besser. Mein Leidensdruck war groß genug, so dass ich meine Einstellung ändern wollte, musste.
Hiermit danke ich meiner Allerliebsten, die das erst möglich gemacht hat. Und das kommt ja dann auch noch hinzu. Erst mal den Richtigen/die Richtige finden, der/die die Offenheit mit einem teilt.

Deswegen: jedem Tierchen sein Plaisirchen
Das eigene Leben auf die Reihe zu bekommen, ist für jeden ein tägliches Auf und Ab. Sex, freie Liebe und alles ähnlich "Befreiende" ist nur eine kleine Facette des Vegetierens. Es soll auch Menschen geben, die nicht 42mal in der Minute an den Sinn des Lebens (Sex;-) denken, eben einfach andere Prioritäten haben. Es soll auch nicht jeden stören, wenn er monogam leben darf, muss – hab' ich mal gehört oder gelesen.

These: Die meisten Menschen leben deswegen in einer monogamen Beziehung, weil der Kontakt mit anderen unglaublich kompliziert (vielleicht nicht ganz das richtige Wort: anstrengend, unkontrollierbar, stressig, aufregend, usw.) für die Meisten ist.
Dass sich die Mehrheit der Menschen nicht für Sex interessieren, das kann ich einfach nicht glauben, hahaha.

Mittwoch, 2. November 2005

Die Grenzen einer offenen Beziehung

müssen sich den Lebensumständen anpassen. Als wir nur zu Zweit waren, da konnte ich schon mal eben mit einer Kollegin eine Woche auf Sylt meinen Gelüsten nachgehen. Heute sind wir eine Familie und da steht meine Tochter an erster Stelle. Allerdings wäre es trotzdem möglich. Aber keine Beziehung funktioniert ohne Rücksichtnahme. Wer sich darüber hinweg setzt und immer bei allem die Offene-Beziehungs-Karte zieht, der ist nicht zu zweit sondern alleine in der Beziehung.

Denn was bleibt von einer Beziehung noch, wenn einer von beiden nur sein eigenes Leben lebt, ohne Bezug.

Mittwoch, 12. Oktober 2005

Einbildung oder nicht ...

In unserer Siedlung gibt es ein Pärchen, das uns wirklich gut gefällt. Wie schon an anderer Stelle beschrieben, verschiebt sich ja die Wirklichkeit um ein paar Promille, wenn einen ein Thema mehr als üblich beschäftigt. So auch hier. Ich habe natürlich den Eindruck, dass eine Anziehung besteht, aber ist das wirklich so.

Nur derjenige, der sich aus seinen Träumen in die Realität begibt, wird darin umkommen, nein, wird erfahren, ob er nur träumt, oder ob es auch eine Entsprechung im Leben gibt.

Also werden wir sie mal einladen auf ein Glas Wein und weitersehen. Alleine der Reiz es herauszufinden, kitzelt schon sehr. Wie werden sie reagieren auf leise Andeutungen? Blicke, die an eindeutigen Stellen verweilen, länger als nötig, absichtlich, aufsaugend. Worte, Sätze, die eine Andeutung in sich tragen, mehr als eine Bedeutung mitschwingen lassen. Lächelnd, wissend gegenüber sitzend, Gedanken, die sich um den anderen drehen; mit Blicken, die Körper streifen, streicheln, bis ...

Donnerstag, 6. Oktober 2005

Alexis Sorbas

Seit langer Zeit lese ich mal wieder Alexis Sorbas (der auch kongenial verfilmt wurde). Und was soll ich sagen, hier findet sich ein interessanter Reisebericht über Russland und die lokalen Hochzeitsgebräuche:

"Alles gibt es dort in Russland in Hülle und Fülle, massenweise. Du brauchst nur zu wählen und zu nehmen. Und nicht nur Wassermelonen und Zuckermelonen, sondern auch Fische, Butter und Weiber. Du siehst auf deinem Wege eine Melone, du nimmst sie dir. Du siehst eine Frau, du nimmst sie dir. Nicht wie hier (Griechenland), in diesem räudigen Lande, wo man dich wegen einer Melonenschale sofort vor den Kadi zitiert und wo, wenn du dich einer Frau näherst, ihr Bruder dich mit seinem Messer ohne weiteres in Hackfleisch verwandelt. Abscheuliche Geizhälse diese Lauser hier! Hol' sie alle der Teufel! Ja, in Russland gibt es noch anständige Kerle!

Danach erzählt er von seiner Hochzeit mit Nuscha, nach seiner Ansprache wurden plötzlich alle Lichter gelöscht:
"Die Frauen, diese Schlauberger, kreischten, als hätten sie Angst. Aber nicht lange, dann kicherten und lachten sie und Männer und Frauen fingen an, sich zu kitzeln.
Was dann geschah, Chef, weiß nur der liebe Gott. Aber ich glaube, auch der wusste es nicht. Hätte er es gewusst, dann hätte er sicher seinen Blitzstrahl auf uns geschleudert, um uns zu verbrennen. Männer und Frauen, ein wüster Knäuel, wälzten sich auf dem Boden. Ich suchte meine Nuscha, konnte sie aber nicht finden. Ich fand eine andere, die ich sofort erledigte.
Bei Tagesanbruch erhob ich mich, um mich mit meiner Frau zu entfernen. Es war noch dunkel, ich konnte nichts sehen. Ich ziehe an einem Fuß, aber es war nicht Nuschas. Ich ziehe an einem anderen, wieder nichts. Ich packe einen dritten, vierten, - endlich erwische ich Nuschas Fuß. Ich ziehe feste und befreie sie aus den Klauen von drei Kerlen, die die Ärmste fast platt gedrückt hätten und wecke sie.
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Wenn mir jemand gesagt hätte, dass solche Beschreibungen in Alexis Sorbas vorkommen, dann wäre ich sehr erstaunt gewesen. Aber wie das so ist, kauf Dir einen Volvo und plötzlich siehst Du viel mehr herum fahren.

Mittwoch, 5. Oktober 2005

Sie hat geträumt

Meine Frau hatte einen erotischen Traum mit dem Mann unserer Freundin. Das ist deswegen erstaunlich, da sie diesen bisher nicht sonderlich anziehend fand. Was ich nicht wirklich verstehen kann. Aber wer kann das schon ;-) Auf jeden Fall war sie am Morgen so erregt, dass wir am Abend noch etwas davon hatten, nachdem sie mir davon erzählt hat.

Was würde mir entgehen, wenn wir unsere erotischen Träume und Erlebnisse nicht miteinander teilen könnten. Die meisten leben in Partnerschaften, die eine solche Ehrlichkeit nicht zulässt.
Wer den Film Eyes Wide Shut (sehr weit interpretiert nach der Traumnovelle von Schnitzler) gesehen hat, bekommt einen Eindruck, wie sehr Männer selbst darunter leiden können, dass die Frau nur in Gedanken fremdgeht. Wobei ich zugeben muss, dass es mehr als nur erotische Anziehung war, die Nicole Kidman schildert. Sie war bereit, alles dafür aufzugeben. Da kann einem schon angst und bange werden als Mann, wenn die eigene Frau so veranlagt ist. Wahrscheinlich hat es allerdings mit dem Alter zu tun. Je älter, umso geringer die Leidenschaft im Verhältnis zur Gewinnermittlung – was verliere ich, was bekomme ich dafür. Da kann natürlich auch im Alter der Lustreiz alle Bedenken aus dem Weg räumen, aber wahrscheinlich eher bei den Männern. Frauen sind da eher strategisch in der Verteilung ihrer Leidenschaft. Glücklich die, deren Liebesleben nicht so eng begrenzt ist, wie es die Moral vorschreibt. Da stellt sich nicht die Entscheidung zwischen Lust und Beziehung.

Da wäre es dann mal wieder Zeit, meiner Frau zu danken, dass ich das erleben darf. Ihre Einstellung zum Leben kann ich nur jedem empfehlen, der damit umgehen kann.

Dienstag, 27. September 2005

Offenheit zahlt sich aus

In einem Kommentar wurde das Thema Offenheit in einer Beziehung angesprochen. Das kann ich natürlich nur unterschreiben. Und ich möchte noch weiter gehen: Jedem gegenüber sollte man offen seine Gefühle offenbaren. Mein schönstes Beispiel ist unsere gute Freundin, von der schon in diesem Artikel die Rede ist. Auch hier habe ich mich überwunden und ihr unsere Gefühle für sie offenbart. Also nicht nur, dass wir sie sehr gerne mögen, sondern dass wir uns auch sexuell von ihr angezogen fühlen.
Bei guten Freunden hat man ja immer die Angst: Wie werden sie das aufnehmen? Es lässt sich leicht sagen: Wenn es wirklich gute Freunde sind, dann werden sie es verstehen und entsprechend damit umgehen. Aber man will sie ja nicht verlieren. Es ist ja nicht so, dass die körperliche Anziehung so wichtig wäre, die Freundschaft aufs Spiel zu setzen. In unserem Fall hat es sehr schöne Erlebnisse gezeitigt. Aber wer weiß schon vorher, wie jemand reagiert bei einem solch sensiblen Thema.

Hat sonst schon jemand mal eine solche Offenheit gegenüber Freunden an den Tag gelegt?

Beschwingt

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